Man braucht kein Geld um Unternehmer zu sein, behauptet Günter Faltin. Der Professor für Entrepreneurship an der Freien Universität Berlin hat mehrere erfolgreiche Firmen gegründet. In seinem Buch Kopf schlägt Kapitel vertritt er die These, dass ein gut durchdachtes Konzept ausschlaggebender sei als das Kapital und dass jeder eine erfolgreiche Firma gründen kann.
Ist dies auch die Erfahrung, die Unternehmensgründer machen? Nein, das Geld kommt nicht von allein. Gerade die Kapitalbeschaffung schreckt viele ab. Und auch das Know-how ist sehr wichtig, sagt der 31-jährige Daniel Jung. Er hat selbst Entrepreneurship studiert und gründet derzeit mit Freunden ein Unternehmen. Ein Erfahrungsaustausch.
Herr Faltin, immer wieder wird bemängelt, dass es in Deutschland an innovativen Gründungen fehlt. Und ein Großteil der Existenzgründungen scheitert. Warum ist das so?
Günter Faltin: Viele Gründungen scheitern, weil die Leute zwar mit schönen Ideen, aber nicht mit wirklich durchdachten Konzepten starten. Außerdem überfordern sich viele Gründer, wenn sie alle Verwaltungsaufgaben selbst übernehmen wollen. Ein Gründer muss sich nicht mit Bürokratie und Buchhaltung belasten. Dafür gibt es heute professionelle Dienstleister. Er soll sich auch auf sein Ideenkonzept und seine Ausarbeitung konzentrieren.
Aber das kostet und den meisten Gründern fehlt Geld.
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